Selbstverteidigung in Karlsruhe & Pforzheim

Verfolgt man Gespräche über Kampfkunst und Kampfsport in Online-Diskussionen oder am Stammtisch, wird man immer wieder Begriffe wie Effektivität, Selbstverteidigung und Realismus hören können.

Meistens ist damit dieselbe Sache gemeint: nämlich die Fähigkeit sich in einer realen Kampfsituation (bei einem Überfall, einer Kneipenschlägerei oder anderen Gewaltübergriffen) verteidigen zu können, sprich die Selbstverteidigung.

Bei verschiedenen Kampfkünsten wird dieser unterschiedlich viel Beachtung geschenkt.

Manche Kampfkünste aus jüngerer Zeit sind für die körperliche, andere für die geistige Ertüchtigung geschaffen worden. Einige haben sich das Ziel gesetzt, den Gegner nicht zu verletzen und ihn in möglichst fließenden Bewegungen festzuhalten, andere konzentrieren sich darauf, ihre Fähigkeiten in sportlichen Turnieren zu messen.

Beim Ninjutsu fand eine derartige Entwicklung oder Auslegung nicht statt. Die Kampfkunst entwickelte sich aus der Notwendigkeit heraus, sich in verschiedensten Situationen und Gegebenheiten möglichst schnell verteidigen und flüchten zu können. Daher dient jede Technik und Übung der Selbstverteidigung, der Flucht oder der körperlichen Vorbereitung darauf (durch Abhärtung, Muskeltraining).

Selbstverteidigung durch Flucht

Das Erlernen eines effektiven Kampfes und vor allem die mentale Vorbereitung auf eine körperliche Konfrontation braucht viel Zeit – egal in welcher Kampfkunst oder welchem Kampfsport. Bereits wenig Erfahrung im realen Kampf (die Wahrscheinlichkeit bei einem Überfall auf eine Person mit Kampferfahrung zu treffen, ist relativ hoch) kann ein gewisses Maß an Technik ausgleichen.

Die einfachste und schnellste Methode der effektiven Selbstverteidigung ist es, zunächst den natürlichen Fluchtreflex zu nutzen und zu verfeinern.

Ein Kampf, dem man entgehen konnte, ist ein gewonnener Kampf.

Die Basis der Ninjutsu Ausbildung besteht aus der Schulung des Körpers. Ein korrektes Rollen und Fallen ist wichtig für eine erfolgreiche Flucht.

  • Rennt man langsamer als der Angreifer, verliert man den Kampf.
  • Wird man gestoßen und fällt ungeschickt, kann man sich nicht mehr verteidigen und verliert den Kampf.
  • Wird man von mehreren Personen angegriffen und kommt nicht schnell genug auf die Beine, verliert man ebenfalls den Kampf.

Selbstverteidigung durch Ausweichen (Sabaki)

Ein weiterer Aspekt der Selbstverteidigung ist das Ausweichen – im Japanischen auch Sabaki genannt. Bei einem Waffenangriff kann bereits der erste Angriff tödliche Folgen haben. Selbstverteidigung und Flucht sind daher nur möglich, wenn die Ausweichreflexe soweit geschult sind, dass man einem Angriff sofort entgehen kann.

Die letzte Form der Selbstverteidigung - der Kampf

Der direkte Kampf sollte immer die letzte Möglichkeit der Selbstverteidigung sein. Ist ein solcher unausweichlich, ist es wichtig, dass währenddessen nicht nachgedacht werden muss. Eine effektive Selbstverteidigung ist nur dann möglich, wenn jede Technik intuitiv und möglichst schnell durchgeführt werden kann. Aus diesem Grund werden bestimmte Grundtechniken des Ausweichens und des direkten Konterns im Genbukan Ninpo Bugei viele Male im Training wiederholt, so dass diese in Fleisch und Blut übergehen. Sie ersetzen die üblichen Angstreflexe, die in einem realen Kampf zu einer schnellen Niederlage und schlimmen Folgen führen würden und sorgen dafür, dass der Verteidiger immer die Kontrolle über die Situation behält.